Zur Begrüßung saure Gurken

Tja, was ein echtes Designhotel ist, legt nicht einfach eine ordinäre Praline aufs Kopfkissen oder einen Saft in den Kühlschrank;

in dem Designhotel, welches uns die Citytour zu einem nicht unerheblichen Teil versüßte, stand eine Spreewaldgurke in der Dose neben dem Bett. Zuerst hatte ich die für Sekt oder Prosecco gehalten – die kommen ja neuerdings auch so stylisch daher. Doch im momentanen Zustand war mir diese Gurke freilich sehr viel lieber :-)

Außerdem waren wir geupgraded worden. Die Raffinesse des von mir gebuchten Design-Appartements (Man kann gar nicht oft genug betonen, WIE designed das alles war. Glasdusche mitten im Zimmer ist zwar Geschmacksache, gibt aber zumindest für Fotos ne Menge her.) erstreckte sich nun auf gleich zwei Räume, wenn man den begeh- (bzw. betanz-) baren Kleiderschrank nicht mitzählt.

Zu unserem Glück war das Wetter – wie überall – auch in Berlin nicht entzückend, so dass wir Gelegenheit hatten, das alles auch ordentlich abzuwohnen. Der Umstand, dass Lias auch im Urlaub vor Sonnenaufgang wach ist, ermöglichte außerdem die ausgiebige Nutzung des Flachfernsehers (etwas größer hätte der aber sein können), hängend gegenüber vom Bett, und besonders des Morgens voller Trickfilme und Sesamstraßen. Dazu bestellte er sich jedes Mal Milch und Kekse (bei mir, nicht beim Zimmerservice), und weil ich nicht selber die Krümel aus den Laken holen musste, ward ihm dieser kleine Luxus gestattet.

Den einzigen wolken- und regenlosen Nachmittag nutzten wir Profis zur Fernsehturmbegehung; das dauerte auch überhaupt nicht lange, weil dieser 1.) gleich 10 Minuten entfernt um die Ecke stand und 2.) den Sohn nur etwa eine Viertelstunde zu fesseln vermochte, die Fahrt im Aufzug schon inklusive. Von oben konnte er sich hauptsächlich für die Bahnen begeistern, die zahlreich in der Stadt umherfuhren. Und für die Mülleimer, die oben standen.

Aber da Städtetouren mit Kleinstkindern sowieso nicht ganz dem entsprechen, was man von früher kennt, als man noch allein, zu zweit oder in Horden durch fremde Straßen zog, hatten wir das Programm schon dem jüngsten Gruppenmitglied angepasst: "Sea Life" & Aquadom (sooo viele Nemos!), "Legoland" und Freundin besuchen. Zwischendurch Eis essen und abends Trickfilm gucken.

Hach, wenn sich der Sohn freut, bin ich doch auch zufrieden.

Verfasst von jenni am Mittwoch, dem 17. März 2010 um 13:57 Uhr, letzte Änderung am Mittwoch, dem 17. März 2010 um 23:25 Uhr.

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