Clavikula. Kaputt.
Der Papa hat seit gestern ein Aua.
Und seit vorgestern einen halben Motorradführerschein; die Theorieprüfung bestand er bravourös mit null Fehlerpunkten, der Termin fürs Praktische ist bzw. war nächsten Dienstag.
Man kann nun der Meinung sein, dass November vielleicht ohnehin nicht die allerbeste Zeit sei, seine ersten Fahrstunden auf einem 200 kg-Bike zu nehmen, aber andererseits sollte das Ganze schnellstmöglich über die Bühne gehen; das kann man ja verstehen, schließlich sind Motorräder im Herbst viel billiger :-)
Um ehrlich zu sein, waren ja alle Beteiligten sehr stolz auf den Fahrschüler, denn er präsentierte sich gleich zu Anfang überaus talentiert und unerschrocken; der Lehrer bescheinigte Talent, und wir sahen uns schon in den Sonnenuntergang davoncruisen. Mit Beiwagen, natürlich.
Die letzten Übungsstunden waren fürs trockene Wochenende geplant, doch zuvor sollte die Autobahnfahrt absolviert werden. Morgens halb 8 sah der Lias seinen Babba zum letzten Mal unversehrt, als sich dieser in Bikerausrüstung –also ca. 20 kg schwerer– auf den Weg machte.
Eine Stunde später, wir wollten gerade zu Eleni und Enten füttern [Das geht nämlich nicht, wenn Ottpeb dabei sind; sobald wir ein paar Krümel zu den Enten ins Wasser werfen, stürzt Otis sich hinterher und schlürft sie aus dem Fluss.], ruft Frank an. Das ist Robs Fahrlehrer.
Er müsse mir "eine betrübliche Mitteilung" machen; ich solle aber nicht erschrecken. Robert hätte einen Unfall gehabt und sei jetzt im Krankenhaus. Ich bin dann aber trotzdem erschrocken.
Ich packte den Zwerg und die Hunde ein und machte mich etwas zittrig auf die Suche nach der Notaufnahme auf dem tausend Hektar großen Gelände des St. Georg-Krankenhauses. Noch auf dem Weg dorthin hatte ich dem Sohn erklärt, dass er jetzt im Winter nicht mehr so viel Eis essen könne, weil es doch zu kalt sei und so weiter; angesichts der zu bewältigenden Wartezeit –Rob musste noch geröntgt und irgendwie weiter bearbeitet werden (keiner wusste bisher, ob wir ihn gleich wieder mitnehmen durften)– kaufte ich ihm umgehend ein besonders großes, welches er schmatzend, aber friedlich auf den Sofas im Wartebereich verteilte.
Dann ging alles doch recht flott. Wir durften ins Behandlungszimmer zu einer sehr freundlichen Ärztin, die mir erklärte, wie der Schlüsselbeinfixierungsgurt wieder anzulegen sei, falls der Mann innerhalb der nächsten 4 Wochen doch mal duschen wolle. Dann durfte er mitkommen.
Alles Weitere (alles über die Schmerzen!) später.
2 Leserbriefe
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Re: Clavikula. Kaputt.
Rob sollte Jörg anrufen, der kennt sich mit kaputten Schultern aus, und Du, Jenni, kannst die Rebekka fragen wie man eingegurtete Männer duscht - die weiß wie das geht.
Gute Besserung!autor: JujjujjuBööböö — 2009-11-04 16:54:44
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Re: Clavikula. Kaputt.
Ach, die kleine Familie hat auch immer Kummer! Ich hoffe, das Drama muss nicht operiert werden? Nichtsdestotrotz ist der Papa nun für längere Zeit zuhause und kann die Familie genießen :)
autor: Rebekka — 2009-11-04 17:14:52