fünftens: Wasserrutsche rutschen!

Ein heißer Tip der letzten Tage lautete: Schreberbad!

Und wie das Leben so spielt, –zum Beispiel hat man plötzlich einen Zwerg und daher ganz andere Ansprüche an sommerliche Badevergnügungen– haben wir uns das gestern tatsächlich mal angeguckt.

Von der Existenz eines Schreberbades weiß ich schon ewig, und auch, wo es sich befindet, war mir schon immer bekannt. Dort gewesen bin ich noch nie, weil ich Freibäder doof finde. Jedenfalls seit ich einigermaßen erwachsen bin und die (spät)jugendlichen Balzrituale an andere Orte verlegt wurden.

In meiner Kindheit, ich erinnere mich dunkelst, verbrachte ich großartige Nachmittage mit meinem Opa, Werner sen., im Zeulenrodaer Freibad; dort lernte ich schwimmen und tauchen und unter Wasser reden (jedenfalls versuchten wir das immer und hatten dabei ungeheuren Spaß) und machte zusätzlich sämtliche Schwimmabzeichen, die damals zu kriegen waren.

Als ich später ohne Opa (und stattdessen in anderer netter Begleitung) baden ging, tat ich das in der verbotenen Talsperre; nach dem Übergang zum richtigen Stadtleben, also in Leipzig, im Cospudener oder Kulki-See. Kurz gesagt: In Freibädern tauchte ich nie wieder auf, weil es dort voll und eng und zum Schwimmen überhaupt absolut ungeeignet ist.

Ganz genauso ist das auch heute, ungefähr zwanzig Jahre später, noch. Nur bin ich inzwischen weder spätpubertär noch sonst irgendwie jugendlich, sondern Mama. Und angesichts der Tatsache, dass man als solche ausschließlich das Baby glücklich machen möchte und besonders mir Wernis Zufriedenheit enorm am Herzen liegt (wir wissen, wie er sein kann, wenn er nicht zufrieden ist), biss ich also in den vermeintlich sauren Apfel und marschierte mit Sohn und Pfreund und ohne Hunde zum Freibad um die Ecke.

Natürlich wurden meine Erwartungen absolut erfüllt; sogar abends halb 6 war kaum ein Platz auf der Wiese zu kriegen, aber nachdem uns ein freundlicher Bademeister (der nicht so tolle Adiletten wie der Lias trug!) mitgeteilt hatte, dass die Babywiese samt Planschbecken und Spielplatz etwas weiter ums Haus rum und dann geradeaus läge, wichen wir in ein etwas beruhigteres Gebiet aus.

Dummerweise war dort das Wasser (trotz Babybrusthöhe) auch ganz schön kalt, und der Sohn gab sich recht zimperlich, was besonders den Babba etwas enttäuschte, weil wir beim Babyschwimmen doch immer die Tauchstars gewesen waren, und nun jammerte Lias schon, wenn die großen Jungs bisschen mit Wasser (!!!!!) spritzten. Zum Glück konnten wir am Beckenrand einen Ball klauen, und das machte dem Kind dann auch endlich Spaß.

Letztlich war das aber doch alles Babykram, und wir gingen zurück ins Frühpubertärenlager, um wenigstens die Wasserrutsche zu testen: Rob testete, und nachdem er in Zeeeeiiiiitlluuuuppeeeee unten angekommen war, musste Lias mit. Und dann noch einmal, weil der erwartete Begeisterungssturm ausgeblieben war.

Auch beim zweiten Versuch zeigte Mausi sich nicht so begeistert, wie ich vermutet hatte, aber vielleicht ist das mit dem Rutschen ja wie mit dem Radfahren – gut Ding will Weile haben, und der Spaß kommt irgendwann später. Wichtig aber ist: Lias Werner Valentin Lillack hat seine Wasserrutschenpremiere erfolgreich bestanden.

Verfasst von jenni am Donnerstag, dem 30. Juli 2009 um 13:28 Uhr.

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rob

Re: fünftens: Wasserrutsche rutschen!

!!!

autor: rob — 2009-08-01 10:01:51
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