Dierhagen 2.0

Dem aufmerksamen (und vor allem langjährigen) Leser dürfte nicht entgangen sein, dass schon der letzte Familienurlaub ans Meer führte; Lias Lillack war damals gerade dreieinhalb Monate alt und zeigte sich bereits enorm beeindruckt vom "großen Ostseemeer".

Diesmal war Lias Lillack genau ein Jahr älter und noch immer ungeheuer angetan von Strandhaus, Garten, Sand und Wellen. Dank Oma ("Mmma") und Opa ("Ba") hatten wir Kost, Logis und etliche Eiskugeln frei und mussten uns lediglich aufs Durch-den-Garten-stürmen, Gartentor-auf-und-zu-machen, Im-Planschbecken-matschen und Gartenschlauchbedienen konzentrieren. Weiterhin galt es, den quasi angrenzenden Spielplatz zu bespielen (hauptsächlich musste das Tor geschlossen und geöffnet, geschlossen und geöffnet, geschlossen und geöffnet werden) und natürlich große Löcher im Strandsand zu buddeln. Das Ostseewasser war erwartungsgemäß eiskalt –doch der Zwerg zeigte sich unerschrocken und stampfte durch die Wellen.

Am nächsten Morgen hatte er hohes Fieber und die Mma und ich ein schlechtes Gewissen, weil wir ihn erkältet hatten. Dank Lias' mütterlicherseits ererbter robuster Gesundheit (und einer Ladung Fieberzäpfchen) war er wenig später schon wieder fast der Alte und half juchzend beim Tischdecken. Dennoch waren wir von da an vorsichtiger im Umgang mit kaltem Meereswasser und verzichteten auf die geplante Schlauchboottour nach Dänemark :-)

Meine Kranktage nahm ich mir am folgenden Wochenende, was total prima passte, weil wir da zur Hochzeit in Berlin eingeladen waren, und obwohl ich auf dem Hinweg eigentlich nur schnell sterben wollte (ich hatte zwar Schmerztabletten genommen, die teilweise sogar gewirkt hatten, aber mein Säugling hatte die weniger gut vertragen und sich in Folge auf dem Hotelteppich verewigt), war M.& M.'s großer Tag auch für uns eine tolle Party und ein echt rührendes Ereignis. Ich war früher NIE bei irgendwelchen Vermählungen zugegen, aber ich muss sagen, inzwischen gefällt mir das richtig gut; offenbar bin ich nun in einem Alter, wo mir so ein Kitschkram nicht mehr peinlich ist …

Die verbleibenden Urlaubstage –und ich muss sagen, die vergingen, wie im Urlaub generell üblich, wie im Flug– verbrachten wir mit Matschen, Buddeln, Schaukeln und Eisessen. Und natürlich Kranksein: Das folgende Wochenende war Rob dran, und der musste mal wieder übertreiben und allen anderen total die Show stehlen. Lag tagelang im Bett, glühte an allen Enden und wollte nix essen.

Inzwischen ist das auch vorbei, wir sind wieder da, und damit der bereits eingangs erwähnte geneigte Leser nicht zu viel Geduld aufbringen muss, schliesse ich an dieser Stelle den Urlaubsbericht und verweise auf die ca. 750 Fotos aus dieser Zeit.

Verfasst von jenni am Montag, dem 20. Juli 2009 um 20:31 Uhr.

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