FdH fürs Zwergenkind?

Kurz bevor wir übermorgen gen Norden aufbrechen, um gehörig die Ostsee zu baden, war Werni heute morgen noch mal beim Doc, um die letzte Impfung zu empfangen. Dass die anfängliche Freundlichkeit gegenüber den Damen in Weiss einem verhaltenen Misstrauen gewichen war, beobachtete ich schon seit geraumer Zeit, doch heute nahm seine Abneigung gegenüber dem Ärzteteam neue Ausmaße an: Kaum traten wir durch die Tür des Sprechzimmers und Lias wurde der Doktortanten ansichtig, brüllte er wie am Spieß los und beruhigte sich erst wieder, als wir –nach dem Ausziehen, Wiegen, Abhorchen, Impfen und Anziehen– wieder im Wartezimmer waren. Und auch dort schluchzte er noch lange steinerweichend und klammerte sich an mich. Während der Behandlung im Schnelldurchlauf stellte die Schwester unter anderem fest, dass der Sohn erstens einen starken Willen und zweitens auch sehr starke Beine habe; sie musste ihn nämlich während des Impfens festhalten und hatte alle Hände voll zu tun. Ansonsten geschah ihm nichts Schlimmes; er ist nur inzwischen zu groß und klug, um sich verklapsen zu lassen, und die ollen Weiber verheißen halt nichts Gutes. Und dann kriegen wir auch noch zu hören, dass der arme Junge inzwischen sogar ein bisschen zu schwer geworden ist!!!!

Aber was soll man machen, wenn man vom vielen Rumrennen, Klettern, Hopsen, Tanzen und Entdecken immer so großen Hunger hat? – Nüscht, sagt die Tante Doktor; immer fein Obst essen, und der Rest verwächst sich. Und am Ende ist er ein großer, starker Mann. Wie der Babba.

Verfasst von jenni am Donnerstag, dem 25. Juni 2009 um 12:05 Uhr.

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