Ein Jungesellenabschied
Es trug sich also zu, dass ich mich – den Rico mit einer gekühlten Flasche BECK's Entspannungsbier und einem schwarzen „^ heiratet.—sry grlz :)“-T-Shirt in XL bewaffnet – zu den Eltern des Bräutigams in Spe begab, um selbigen dort – Überraschung – abzuholen. Nachdem dieser sich vom Schock, mich bei Mutti anzutreffen, erholt hatte, maulte er noch etwas rum, zog sich ein paar frische Unterhosen an und gemeinsam sammelten wir noch einen Nico ein, bevor wir den Rest der Mannschaft vorm hießigen StuK trafen, wo wir uns die Eintrittskarten für ein späteres Versacken besorgen und auf den beginnenden Abend anstoßen wollten.
Wenige Minuten später war der Protagonist bereits vollends auf dem absteigenden Ast angekommen (Skoda hat einen direkten Draht zur „Keine Ahnung, wie Long-Island-Icetea geht, ich hab einfach alles reingekippt, was ich da hatte“-Barkeeperin, noch fragen?) und nutzte die kurze Autofahrt in das Lokal der Wahl, Vodkaria, für abfällige Bemerkungen über zu weiche Mercedes-Fahrwerke und einen angeregten Monolog von Beifahrerfenster zu Polizeikontrolle.
Trotz weiterer Verkostungen von Alkoholika aller Art, ließ sich Matcek nicht dazu überreden, eine Lokalität mit Möpsen oder sonstigen Tieren auch nur zu betreten (Respekt, Nadine, wohlerzogen!) und so zogen wir – anfangs zu Fuß – weiter gen BürgerKönig, wo wir dem Nachtschicht-habenden Assistent Manager (und Kumpel: Kon) ein Ständchen sangen und im Gegenzug 20 Cheese- und einen Hochzeits-Burger (sowie einen kleinen Salat mit Kuh für mich) einkassierten, bevor wir dann nach kurzer T5-Fahrt im üblichen dienstäglichen Programmablauf des Studentenkellers versanken.
Alles in allem war es ein gelungener Abend, auch wenn ich noch heute den Bauchladen, den Sombrero, die zerstochenen Kondome, die verkauft werden müssen, und sonstige Extras vermisse, die ich Matze gern aufgezwungen hätte. Aber wie's aussieht machen wir den ganzen Schweinkram dann erst zur meiner Hochzeit. :-P
