Ein ganz normaler Mittwoch …
… sieht so aus:
Wie immer weckt mich der Sohn gegen 5:30 durch In-den-Bauch-treten und Telefon-an-die-Stirn-hauen. (Das Gerät dient, neben dem Bett liegend, als Zeitanzeige, damit wir nicht mal wieder aus Versehen halb 3 aufstehen, weil Lias der Meinung ist, hellwach zu sein.) Wie immer ist er bester Laune, ein echter Früh(st)aufsteher!
Dem Sohn wird in eine neue Windel geholfen, und ich mache ihn schick für den kommenden Tag; dann trinken wir einen Milchkaffee (ich) und essen einen Fruchtbrei (er), bevor wir uns aufs Bobbycar schwingen (er) und diverse Unordnungen beseitigen (ich). Seit zwei Tagen STEHT Werni neben der Wanne, während ich mich auch schnell anziehe. Aufs Zähneputzen (elektrisch, natürlich!) ist er auch ganz versessen; ein Filmstarlächeln hat er ja schon fast.
Normalerweise ist es nach zwei Stunden Morgenaktivität auch endlich ein bisschen hell, so dass wir zu viert (die Hunde lauern schon seit geraumer Zeit ungeduldig im Hunde-Eck) in den Park starten können; mittwochs aber bleibt dieses Vergnügen dem Papa überlassen, denn ich gehe auf Arbeit, und die Jungs kommen allein klar.
Zwei Stunden später sind sie damit fertig (Ich hab zum Glück nur eine Gruppe zum Unterricht), und ich löse Rob wieder ab, der inzwischen ein bisschen verschwitzt ist, weil Otis im Park Omahunde fressen wollte und Lias die ganze Zeit dazu kreischte. Als ich nach Hause komme, sitzen sie alle zusammen auf dem Bett und spielen Gitarre.
Dann darf Rob auf Arbeit, es ist halb zehn, und unser Tag geht jetzt erst so richtig los. Heute –und es war ein typischer Tag– verbrachte Lias ihn mit Zwieback essen, Bobbycar fahren, Fotos sortieren und in die Gießkanne stecken, gelegentlich Windel gewechselt kriegen und dabei schimpfen, Vaters Post zerreißen, CDs aus dem Regal holen und drüber fahren, Bücher aus dem Regal holen und drüber fahren, das Seramis in der Palme umgraben, dann die Palme umkippen und über das Seramis fahren, denn das knirscht so schön. Weiterhin Tasten vom Laptop reißen und verstecken, versuchen, das Klo zu putzen (seine Hilfsbereitschaft in allen Ehren, aber manche Dinge tun nicht Not), die Pflanzen zu gießen usw. usf. Ich verbrachte den Tag dementsprechend. Also mit Seramis einsammeln, Pflanzen wieder hinstellen, Fotos trocknen, Post retten, Kind auf Auto einfangen, weil es gerade Kakteen kosten möchte, und ca. zwölfmal CDs wieder einräumen. Pebbles verbrachte ihren Tag mit auf-den-Teppich-kotzen. Otti hat zum Glück die meiste Zeit geschlafen. Dann war es 14:00 Uhr, und wir konnten endlich nochmal raus.
Wieder zurück fuhr der Sohn noch ein bisschen Bobbycar …
Nun liegt er gebadet und lecker schnuffelnd im Bettchen, und ich vermisse ihn schon ein bisschen, aber zum Glück liegen ja die Hunde vorm Sofa und wollen jetzt auch mal gekrault werden …