Urlaup
Ein Viermonatsbabe (btw: Happy Monatstag, Zwergi!) zu beschäftigen, das es sich zur Gewohnheit gemacht hat, tagsüber so wenig wie möglich zu schlafen (heute hätten wir fast den Rekord im Dauerwachsein-ohne-schlafen-müssen gebrochen: bis mittag halb 2 war der Lieblingssohn 1x10 Minuten kurz weggenickt; dann fiel ihm der faux pas auf, und er gab sich die größte Mühe, ihn nicht zu wiederholen!), ist relativ anstrengend, setzt starke Nerven voraus und verlangt einigen Erfindungsreichtum. Jedenfalls in unserem, dem Wernifall.
Denn eigentlich besitzt das süßeste Baby der Welt allerlei Spielkram (zu viel, sagt Mutter), zum Beispiel so ein Hängeding, wo man das betreffende Kind nur drunterlegen soll, und dann baumeln ihm so Plüschsachen und Spiegel und Rasseln entgegen, und dann freut es sich und ist ruhig.
Da unser Kind aber nie ruhig ist, funktioniert auch diese (Spiel-)Theorie in der Praxis nicht, und man benötigt mindestens einen Mitspieler, der daneben liegt, den Spiegel schwenkt, am Plüschzebra wackelt und die ganze Einrichtung in den höchsten Tönen lobt und am besten noch ein Lied singt dabei. Doch selbst dann kann für den Erfolg nicht garantiert werden, denn eigentlich ist Liegen großer Mist, und deshalb ist dieses Spielzeug von vornherein ungeeignet für Mr. Werni Lillack.
Dieser verbringt nämlich seit einiger Zeit seine Tage bevorzugt im Björn, und zwar – Abenteuer! – nach vorn guckend. Manchmal fällt ihm dann zwar der Kopf nach vorn, wenn er, völlig entgegen seinem Willen, doch mal kurz einnickt, aber das isses wert! Freilich genügt es nicht, mit Sohn im Sack irgendwo rumzustehen oder gar – diese Möglichkeit sollte man gar nicht erst in Betracht ziehen – zu sitzen, denn das ist zu langweilig, da sieht er ja nix! In der Wohnung rumlaufen muss schon mindestens drin sein; Kaffee trinken exclusive, denn der schwappt rum bei zügigen Schritten.
Diesbezüglich waren wir an der Ostsee natürlich gut aufgehoben; da musste man nicht immer Küche-Schlafzimmer-Flur-Kreise drehen, sondern konnte einfach am Meer entlang schlendern, und der Dicke fand das auch noch gut! Ich hatte, ehrlich gesagt, nicht damit gerechnet, dass ihm diese recht eintönige Aussicht genügen würde, doch erfreulicherweise fand er „das große Ostseemeer“ total prima und war total ruhig, wenn wir nur im Sand standen (nicht saßen!) und aufs Wasser schauten. Leider war's dann oft zu windig oder zu sonnig, und Onkel Papa drängte darauf, den Sohn in Sicherheit zu bringen, aber für 2x Füßereinhalten hat's trotzdem gereicht :-) Der Überraschungseffekt beim ersten Mal erschreckte das Babe zwar dermaßen, dass es ungeheuer schreien musste, doch der zweite Versuch bereitete ihm, dank des von Papa geschaufelten Planschbeckens, fast Vergnügen. Wenn man beim Werni von sowas wie Vergnügen sprechen kann.
Ansonsten: Fotos angucken und wissen, was wir letzten Sommer getan haben!
3 Leserbriefe
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Re: Urlaup
jetzt mal ganz ehrlich. hast du im ernst erwartet, dass dein+mein erbgut ein RUHIGES kind hervorbringt?? :)
autor: rob — 2008-07-17 09:38:15
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Re: Urlaup
ja :-(
autor: jenni — 2008-07-17 10:55:47
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Re: Urlaup
ihr solltet ein buch rausbringen mit den PLOG-einträgen!
jawohl!!!
und wann trifft man werni endlich wieder LIVE???
bald ist uni vorbei und dann ist frau böhme langweilig, weil freund im krankenhaus/praktikum und ich in leipzig...also ich melde mich und frau harnisch zum werni bespaßen an!
schüssautor: ju - frau böhme — 2008-07-17 10:57:34