Vorweihnachtszeit oder: Alle sind krank

Ich korrigiere: Alle Menschen in der Familie sind krank; den Hunds geht es hervorragend.
Sowohl Pebbi als auch Otis leben nach wie vor ihr unbeschwertes schizophrenes Leben, welches bei Ersterer daraus besteht, sich auf der Hundewiese die Beine in den Bauch zu stehen, das Geschehen von Weitem zu beäugen und sich maximal zu einem kurzen Pfotengemenge mit der Lieblingsdogge hinreißen zu lassen; kaum zu Hause angekommen hechtet sie dann mit einem kühnen Sprung fast den kompletten Flur entlang, schnappt sich die (inzwischen nur noch halbe) Plüschratte, das Plüschnilpferd oder wahlweise die Plüschrobbe und rennt damit die nächsten 10 Minuten wild trampelnd durch alle Räume.
Letzterer (Otti) hält die Sache umgekehrt: In den eigenen 4 Wänden möchte man ihn am liebsten bei jedem einzelnen Schritt unterstützen und ihm beim Sitzen das Köpfchen halten, welches sonst auf seine (oder gern auch meine) Brust zu sacken droht, während ihm beinahe rund um die Uhr die Augen zufallen.
Doch kaum im Park angekommen und auf der Hundewiese losgelassen, jagt er davon und schafft es gnadenlos, in jede (jede!) Keilerei verwickelt zu sein. Dabei fließen zwar weder Blut noch Tränen, doch wenn es irgendwo entweder lauter und/oder schneller und/oder rauflustiger zugeht, als an anderer Stelle, kann man sicher sein, Ottokar mittendrin zu finden. Mit Vorliebe klaut er Bälle/Stöcke/alles von anderen Hunden oder deren Besitzern, um es an anderer und vor allem unzugänglicher Stelle wieder abzulegen; meist nicht, ohne es vorher kaputt zu machen.

Aber ich verzettele mich ein wenig, denn das eigentliche Anliegen war doch, den Herrn zu preisen, denn der Pfreund ist wieder einigermaßen gesund! Nachdem er fast 2 Wochen an Magen-Darm-Grippe (bööööse) litt und sich schon fast am Infusionsschlauch hängen sah, sind die Zeiten allerstrengesten Diät und des Wohnung-nicht-verlassen-Könnens (für weitere Informationen bzw. Details in dieser Angelegenheit möge man sich bitte an ihn wenden) zum Glück vorbei. Trotz aller schwerwiegenden Verluste (Essen) der letzten 10 Tage haben wir bisher weder Unterernährung noch andere Mangelerscheinungen (außer Alkohol; der ist aber immer noch verboten) feststellen können. Gott sei Dank.

Meine Krankheit dagegen ist weit weniger spannend, da es sich tatsächlich nur um eine Erkältung handelt, die mir sicher irgendein Kind in einem der Kindergärten angehängt hat; traurig dabei ist nur, dass ich weder Menthol noch Salbei (Hustenbonbons oder -tee), Nasenspray oder Aspirin (gaaaanz böse) nehmen darf, weil dann dem Lias 3 Arme wachsen oder so ähnlich. Ist alles zu stark und zu was-weiß-ich-nicht-alles, auf jeden Fall darf ich Kamillentee inhalieren, und das war´s.
Na dann Prost.
Verfasst von jenni am Mittwoch, dem 28. November 2007 um 14:01 Uhr.

2 Leserbriefe

Dän

Re: Vorweihnachtszeit oder: Alle sind krank

Gute Besserung wird aus Berlin gewünscht!

autor: Dän — 2007-11-28 16:16:26
Jenni

Re: Vorweihnachtszeit oder: Alle sind krank

Besserung eingetreten, danke sehr!
Glühweintrinkung leider dennoch nicht möglich (auch Mon Chéri ist nur eins täglich erlaubt); wer aber zum Wodkakosten kommen möchte, dem werde freundlich aufgetan sein!

autor: Jenni — 2007-12-09 13:56:18
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