Umzüge

Zwecks Einhaltung der vom strengen Umzugsplan vorgesehenen Vorgaben trafen sich letzten Samstag allerhand Freiwillige in der Naumburger Straße, um im Verlauf der folgenden 4 Stunden das Planziel zu erfüllen.
Es hatte im Vorfeld durchaus den ein oder anderen (vor allem mich) gegeben, der leise Bedenken ob des straffen Zeitplans geäußert hatte, doch erstaunlicherweise wurden wir gar nicht so viel später fertig, als der Chef, a.k.a. Rob, vorgesehen hatte. Und das ist den allerbesten Umzugshelferfreunden der Welt zu verdanken!!! Herzlichsten Dank an alle, die dabei waren und die leidige Angelegenheit schnell über die Bühne gebracht haben! Wenn ich rausgefunden habe, wie man hier Bilder einfügen kann, so daß die dann auch passen (yo, ich bin Geisteswissenschaftler), gibt es auch noch fröhliche Fotos von dem Ganzen.
Ich hab mir sagen lassen, daß die Allerersten, die bereits auf der Treppe saßen, als Rob bei Wohnung 1 eintraf. Rebekka hatte als erstes das Treppengeländer aus der Verankerung gerissen, was aber nicht weiter auffiel, weil das später den Jungs untergeschoben wurde, die das Sofa runter brachten. Gemeinsam mit Hagen warteten sie und Jana vor der noch verschlossenen Tür, bis Rob mit Marcus und einigen anderen, die er unterwegs aufgelesen hatte, endlich eintraf. Meine Wenigkeit hatte die spannendste aller Aufgaben an diesem Morgen: Transporter fahren! Zu diesem Zweck war ich extra 3 Tage zuvor Teilauto-Mitglied geworden, um mit einem möglichst großen Truck sämtliche Habseligkeiten einsammeln zu können. Glücklicherweise klappte die Übernahme (Karte an Kasten halten, PIN eingeben, Schlüssel rausholen) auch ohne Weiteres, und auch alle Gänge waren an der richtigen Stelle; ich mußte nur ein bißchen aufpassen, nicht zu schnell zu werden, denn im Gegensatz zum Hussein donnerte der Renault ziemlich los. Angesichts meiner engen Toreinfahrt, hinter der die Schlepperei schon in vollem Gange war, wurde ich zwar etwas schüchtern, aber mit Janas und Rebekkas Hilfe und unter Hagens anerkennenden Blicken funktionierte selbst die millimetergenaue Hofbefahrung. Davon ein wenig euphorisiert, stürmte ich das belebte Haus, registrierte demolierte Briefkästen und ausgerissene Geländer...und freute mich über die zahlreich erschienenen Helfer, die schon die Treppen hoch und runter wuselten. Trotz kaum vorhandener Möbel paßte nicht alles auf einmal in den Transporter, und eine zweite Fuhre war nötig, um auch die letzte Bücherkiste, Palme und die Hundefiutterkiste zu holen.
Kurz nach mittag ging es aber bereits in Wohnung 2 zur Sache, wo Marcus ununterbrochen darauf drängte, den ganzen Kram aus dem Fenster zu werfen; schließlich standen im Hof genügend Leute, die ihn hätten auffangen können. Der Chef war dagegen, weshalb sowohl Waschmaschine und Kleiderschrank als auch sämtliche Fernseher und tausenundein Computerzubehör den Weg über die Treppe nahmen. Als die im Hof wartenden Helfer mit dem Torwandschießen auf die Waschmaschine fertig waren, luden sie die Hälfte vom Rob-Mobilar (na gut, nicht ganz die Hälfte) zu Matcek in den Wagen, der mit tollstemTetris-System dafür sorgte, daß wir nicht noch zweimal fahren mußten.
Wohnung Nummer 3 (inzwischen die einzige) diente ab 14:00 zum kurzen Entspannungssitzen, Biervorrätedezimieren und Planschmieden; 60% der Kollestraße-Einrichtung standen schließlich noch dort im Hof und mußten irgendwo weggeschmissen werden. Doch nur die Ausdauerndsten (und die, die sich nicht geistesgegenwärtig schnell genug aus dem Staub machten) mußten sich mit dieser Frage auseinandersetzen; so brachen Max, Matcek, Marcus (3x Ma, hoho) und Steffen am Ende nochmal auf, um Rob beim Müllloswerden zu helfen. Leider ein paar Minuten zu spät, der Schrottabladeplatz hatte 15:00 zugemacht :-(
Also ab in den Wald mit dem Mist!  -- Ich bin nicht sicher, ob die Männers das tatsächlich übers Herz gekriegt hätten; Tatsache war jedoch, daß nicht einmal dafür noch Zeit war, weil der Transporter 18:00 wieder abgegeben werden mußte und in der näheren Umgebung kein passender Wald zur Verfügung stand. Endlösung (jedenfalls für diesen Tag): Steffens Schuppen. Beziehungsweise die Hütte, die sich im Hinterhof der Eisenbahnstraße befindet und momentan für nichts anderes genutzt wird. Wie geschaffen für Robs ollen Plunder! (Liebster Steffen, sorge dich nicht, der Plan zur Abholung von Sofa & Co. ist quasi schon in Arbeit!) So schleppten sich die fleißigen Jungs zwar etwas enttäuscht, aber froh, den Tag einigermaßen überstanden zu haben, auf den Teilauto-Parkplatz, von wo jeder auf andere Art und Weise wieder weggeholt wurde. Bei Lillack-Illners zu Hause ging dann die Arbeit zwar noch viele viele viele Tage (an der Seite degenerierter Hunde) weiter, aber das ist schon das neue Kapitel im PLOQ.
Verfasst von jenni am Samstag, dem 27. Oktober 2007 um 12:31 Uhr.

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