wieder home!
Seit Mittwoch sind wir zurück, und ich muss sagen, es sah zu Hause gar nicht so schlimm aus, wie ich befürchtet hatte. Die Jungs haben das ganz gut hingekriegt –weder Hund noch Kind sind verhungert, total verdreckt oder verschwunden. Verlorene Portemonnaies und verendete Balkonblumen zählen zu Kollateralschäden, die bei Ereignissen diesen Ausmaßes kalkuliert werden und nicht so eng gesehen werden sollten.
Natürlich war es im Krankenhaus wesentlich erholsamer, wenn auch die vielen Termine (Tablettenbringer, Fieber- und Blutdruckmessen, Thrombosespritze, ärztliche Visite, Kinderarztuntersuchung usw.) –verursacht durch einen nicht geplanten & nicht gewollten Kaiserschnitt– ein wenig störten. Daher haben die uns auch gleich ein paar Tage länger behalten.
Inzwischen bin ich wieder ganz gut zu Fuss (auch wenn ich nicht darf) und froh, meine Blumen selbst zu gießen; jedenfalls die, denen das noch nützt :-)
Auch Pebbi entspannt sich langsam und muss nicht mehr jeden unserer Schritte kontrollieren. Übel nehmen kann man ihr das nicht mal, schließlich hatte sie recht: Erst verschwand Otis auf für sie unerklärliche Weise. Dann war Muddi weg und kurz darauf der Rest auch noch. Und Peb hockte bei Oma im Garten und wusste nicht, wie ihr geschah. Logisch, dass man da eine leichte (hüstel) Neurose entwickelt.
Von der Tochter gibt es nur Positives zu berichten: Sie schläft. Und zwar ausgiebig. Ich hatte befürchtet, dass das nur wieder so ein Trick sei, den auch Lias schon im Krankenhaus angewandt hatte, um alle in Sicherheit zu wiegen. Kaum waren wir zu Hause, schrie er mehrere Wochen lang durch. Livi ist seit 3 Tagen zu Hause und hat eigentlich noch gar nicht geschrien; ich hätte nie gedacht, dass es solche Kinder tatsächlich gibt. Ich bin begeistert und schwer verliebt.
Liv Lillack ist da!
Nachdem sie uns auf dem Weg ein paar Sorgen bereitete, freue ich mich nun endlich sagen zu können: Sagt Hallo zu Liv Lillack!
Die feine Lady brachte bei schicken 53cm Gesamtgröße läppische 3752g auf die Waage – von den teilweise prognostizierten 4,6kg keine Spur! Liv, die auch gerne mit ihrem vollen Namen „Liv Adrienne Valentina“ angesprochen wird, ist putzmunter und auch der Mama geht es den Umständen entsprechend gut.
Bruder und Papa sind unendlich stolz – und dankbar, dass das Baby eine tolle Duplo-Eisenbahn aus dem Bauch mitgebracht hat! Das einzig traurige ist, dass die Mädels noch ein paar Tage in der Sauna im Krankenhaus ausharren müssen.
„Meine Papa, meine Mama …“
Neulich stand Lias früh morgens einfach an der Gitarre und hat uns ein Lied gesungen, dass ich dann auf Kommando leider nicht in all seiner Pracht einfangen konnte:
sechster Juli 2010
Beim letzten Mal (Kind kriegen) schrieb ich um genau diese Zeit ( eine Woche vor EGT), dass ich ein paar Tage Urlaub machen müsse, nachdem ich schnell noch die letzte Prüfung absolviert hatte. Siehe Archiv, ich wusste es auch nicht mehr aus dem Gedächtnis.
Dieses Mal ist von vornherein klar, dass mit Urlaub hier gar nix geht; zwar möchte der Sohn gern Ferienprogramm, und ich tue mein Bestes, ihm seine letzten Tage als Einzelkind so erfreulich wie möglich zu gestalten. Das persönliche Befinden ist momentan jedoch von Schlafmangel, Bewegungsmüdigkeit, Atembeschwerlichkeiten und Organverdrängungsempfinden beeinflusst. Das ist freilich nicht neu & hat ja auch seinen Grund, doch bei 34 Grad macht alles noch etwas weniger Spaß.
Am schönsten ist es zur Zeit im See, aber ganz allein mag ich dorthin –mit Lias & eingeschnappter Pebbi (tut immer noch bisschen dumm, weil Otis ohne sie verreist ist)– auch nicht mehr marschieren; man bräuchte halt einen Pool vorm Haus bzw. dahinter …
Otis macht Urlaub.
Um das Otti offiziell zu verabschieden, möchte ich auch an dieser (wie an so vielen anderen) Stelle (n) erwähnen, dass mein Lieblingshuskymischling seit gestern bei den Omas in Thüringen wohnt. Vorübergehend, selbstverständlich. Er findet das auch gut, teilte man mir bereits mit, und ich gebe mir Mühe, die Sehnsucht in Zaum zu halten. Habe, nachdem wir uns abends am Gartenzaun verabschiedet hatten, letzte Nacht auch umgehend von ihm geträumt. Da es im Thüringer Garten aber ein bisschen wie im Paradies ist (frei nutzbare Wassertröge, angrenzende Wälder & Felder, Schnitzel kochende & spazieren gehende Omas uvm.), sollte ich wohl eher gegenüber Pebbi ein schlechtes Gewissen haben -sie ist schließlich diejenige, die in sehr naher Zukunft das zweifelhafte Vergnügen haben wird, an meiner Überforderung/Verzweiflung/Übermüdung teilzuhaben. Wie man eben so drauf ist, wenn die Tagesmutter vom Sohn Urlaub macht, während der Freund einen neuen Job beginnt und man selbst ein neues Baby in Empfang nehmen soll.
Aber das wird schon alles ganz prima und vor allem lässig. Hauptsache, ich kann morgen das Spiel noch gucken.
